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Ein persönliches Wort
Liebe Bonhoeffer – Gemeinde,
die Jahreslosung 2018 hat bisher viele Menschen miteinander ins Gespräch gebracht: "Ich will dem Durstigen geben von der Quelle des lebendigen Wassers umsonst" (Offbarung 21,6). Vielleicht berührte diese Verheißung Gottes deshalb, weil jeder neben schönen Momenten auch Durststrecken von seinem eigenen Leben her kennt: Da sind unerfüllte Wünsche, Enttäuschungen über andere oder gar sich selbst, Krankheiten und zudem oft jenes Gefühl, nicht wirklich‚ angekommen zu sein. Selbiges trifft auch auf eine Kirchgemeinde zu – als Gemeinschaft von Menschen erlebt sie wunderbare Zeiten wie auch solche, die nur zu gut ihr Unterwegs–Sein charakterisieren und immer wieder klar machen: Weder die Kirche noch die einzelne Kirchgemeinde vergegenwärtigen das Paradies. Zwar sind sie als geistliche Räume in unserer Gesellschaft tatsächlich außergewöhnlich, doch‚ ,menschelt‘ es auch in diesen Institutionen immer wieder. Dazu gehört, dass sie gesellschaftliche Veränderungen wie deren Älterwerden und die daraus folgende Abnahme der Gemeindegliederzahl zu tragen hat, beispielsweise in Form von Pfarrstellenbesetzungen. In diesem Kontext endet meine Dienstzeit als Pfarrer bei ‚Bonhoeffers‘ in absehbarer Zeit. Dafür trete ich neben dem "Pfarrdienst im Kirchspiel Radeberger Land" die "Landeskirchliche Pfarrstelle für Seniorenarbeit" mit Sitz in Dresden an. Mir obliegt es in diesem Rahmen, ansprechende Konzepte für die kirchliche Arbeit mit den "Jungen Senioren" im Kontext aller Generationen zu erarbeiten. Die vielen Erfahrungen, die ich bei ‚Bonhoeffers‘ sammeln durfte, werden mir hierbei gewiss behilflich sein. Gleichzeitig bitte ich Sie um Verständnis, wenn sich viele Hoffnungen und Wünsche, die Sie eventuell mit meiner Person verbinden, nicht erfüllt haben und mancher Durst ungelöscht bleibt. Umso mehr erhoffe ich, dass die Jahreslosung mit ihrer Zusage weiterträgt: Möge unsere Sehnsucht für die Gemeinde nach Lebendigkeit und nach geistlicher Frische allein in Gott jene Quelle finden, die nie versiegt. Gleichzeitig bedanke ich mich persönlich für Ihre Treue und Großherzigkeit, für manchen guten Rat und vor allem für allen Segen, den ich in dieser Stadt erfahren habe. Auch darum möge Ihnen Gott solches "lebendiges Wasser" auf dem Weg durch die Zeit reichen – zudem schaffe Er die Zuversicht, dass sich manche unausgesprochene Sehnsucht in der Gemeinschaft all derer stillt, die sich vor Ort weiterhin bei der Verkündigung von "Glaube, Hoffnung und Liebe" (1. Kor. 13) bewähren.

Ihr Pfarrer Jan Schober


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