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Wir über uns

Wer sind wir eigentlich?

Wir sind eine Kirchgemeinde, genauer gesagt die Evangelisch–Lutherische Dietrich–Bonhoeffer–Kirchgemeinde in Chemnitz. Seit 1979 besteht unsere Kirchgemeinde. Einige Jahre früher wurde im Süden dieser Industriestadt in Sachsen mit dem Bau einer riesigen Plattenbausiedlung begonnen. Hier sollten einmal 100.000 Menschen wohnen. Glücklich schätzte sich, wer eine Neubauwohnung mit Bad, Innen–WC und Fernheizung bekam. Dies gehörte damals nicht selbstverständlich zum Wohnungsstandard. Das erste Baugebiet entstand auf den Feldern von Helbersdorf, einem kleinen Stadtteil, der kirchlich zur St. Nikolai–Thomas–Kirchgemeinde gehörte. In Helbersdorf gab es bereits die Heilig–Geist–Kapelle, die von 1953 bis 1955 mit Baumaterialien errichtet wurde, welche vom Abbruch des im zweiten Weltkrieg zerstörten Kirchgemeindesaales der St. Jakobi–Kirche in der Innenstadt von Chemnitz stammen. Damals war an einen so großen Stadtteil gar nicht zu denken. gzh Als dieses Wohnungsbauprogramm der DDR begann, war Kirche froh, bereits ein „Standbein” in diesem Gebiet zu haben.
Der Kirchenvorstand der Ev.–Luth. St. Nikolai–Thomas–Kirchgemeinde bildete eine Leitungsgruppe, die sich um den Aufbau des kirchlichen Lebens dort kümmerte. Ein Wohnblock nach dem anderen wurde in die Höhe gebaut und immer mehr Menschen zogen in den Süden von Chemnitz. So entschied Landeskirchenamt in Dresden 1978, dass eine neue Kirchgemeinde entstehen soll.
Am 1. Januar 1979 war es dann soweit: Unsere Kirchgemeinde wurde gegründet und gab sich den Namen des Theologen Dietrich Bonhoeffer, der sich traute, gegen die nationalsozialistische Idee anzukämpfen, und der dafür am 9. April 1945 im KZ Flossenbürg hingerichtet wurde. Mit Gedanken Bonhoeffers beschäftigen wir uns immer wieder. Dadurch werden wir angeregt, uns mit der jeweils aktuellen Zeit auseinanderzusetzen und nicht alles hinzunehmen, wie dies nun einmal erscheint.
Die Dietrich–Bonhoeffer–Kirchgemeinde – das sind wir. Hier in der Heilig–Geist–Kapelle begann es. Das Bild links oben zeigt ihr heutiges Aussehen. Im Laufe ihrer Geschichte wurde mancher Umbau durchgeführt. Meistens reden wir vom Kirchgemeindezentrum Helbersdorf (GZH). In den 70er Jahren wurde ein Wohnhaus neben der Kapelle errichtet, in dem auch Gemeinderäume, ein Büro und ein Unterrichtsraum entstanden. Im Dachgeschoss der Kapelle fand die Kleinkinderarbeit ihren Platz und 1996/97 wurde diese zu einem Jugendbegegnungszentrum ausgebaut. Woche für Woche treffen sich hier Kinder und Jugendliche, um Billard und Tischtennis zu spielen, sich im „Café ¾” zu treffen oder einfach nur zu quatschen. Die Heilig–Geist–Kapelle war beizeiten zu klein. Zu den Gottesdiensten und Kirchgemeindefesten „platzte diese aus allen Nähten”. Nur zwei Kilometer weiter in – Markersdorf –, das vom Neubaugebiet umbaut wurde, stand ein altes Bauerngut, das die Kirchgemeinde erwerben konnte. gzm Mit viel Elan ging die Gemeinde an ihren Kirchen–Neubau. Das alte Haus wurde abgerissen. Aus ein paar alten Balken dieses Hauses entstand ein Kreuz, unter dem Gemeindeleben auf diesem Gelände begann. Kirche, Saal, Unterrichtsräume und Büro fanden unter einem Dach ihren Platz. Die Kirche wurde, – wie kann es anders sein –, nach unserem Namenspatron „Dietrich Bonhoeffer” benannt. Das Kreuz ist nicht mehr das alte. Als unser Kirchgemeindezentrum Markersdorf (GZM) 1995 sein zehnjähriges Jubiläum feierte, wurde ein neues, größeres errichtet.
Und was wollen wir? Wir wollen „Kirche für andere” (Zitat: Bonhoeffer) sein – offen für jede und jeden. Alle Probleme können wir nicht lösen, aber zuhören und vielleicht bei dem einen oder der anderen ein wenig helfen. So gut wir können, wollen wir dies tun, was Jesus seinen Freunden vor 2000 Jahren nahe gelegt und Paulus ganz kurz formuliert hat:

„Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen.” (Brief an die Galater 6, 2)

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© 2000 Ev.–Luth. Dietrich–Bonhoeffer–Kirchgemeinde Chemnitz